pflegegrad rechner

Pflegegrad Rechner (Orientierung)

Gib für jedes Modul einen Wert zwischen 0 und 100 ein (0 = keine Einschränkung, 100 = vollständige Einschränkung). Der Rechner ermittelt einen orientierenden Gesamtpunktwert nach den üblichen Gewichtungen des NBA.

Hinweis: Dieses Tool bietet nur eine unverbindliche Orientierung und ersetzt keine Begutachtung durch den Medizinischen Dienst (MD) oder MEDICPROOF.
*Es zählt später der höhere Wert aus Modul 2 oder Modul 3.

Was ist ein Pflegegrad?

Der Pflegegrad beschreibt, wie stark eine Person im Alltag in ihrer Selbstständigkeit eingeschränkt ist. In Deutschland gibt es fünf Pflegegrade. Je höher der Pflegegrad, desto umfangreicher sind in der Regel die möglichen Leistungen aus der Pflegeversicherung.

Der Pflegegrad wird im Rahmen eines strukturierten Begutachtungsverfahrens festgestellt. Dabei betrachtet der Gutachter nicht nur körperliche Einschränkungen, sondern auch kognitive, psychische und alltagsbezogene Fähigkeiten.

Wie funktioniert die Berechnung?

Die Einstufung basiert auf sechs bewerteten Modulen. Jedes Modul fließt mit einer festen Gewichtung in den Gesamtpunktwert ein. Der Bereich reicht von 0 bis 100 Punkten.

Modul Inhalt Gewichtung
1 Mobilität 10 %
2 & 3 Kognition/Kommunikation oder Verhaltensweisen (höherer Wert zählt) 15 %
4 Selbstversorgung 40 %
5 Krankheits-/therapiebedingte Anforderungen 20 %
6 Alltagsgestaltung und soziale Kontakte 15 %

Punktbereiche und Pflegegrade

  • unter 12,5 Punkte: kein Pflegegrad
  • 12,5 bis unter 27 Punkte: Pflegegrad 1
  • 27 bis unter 47,5 Punkte: Pflegegrad 2
  • 47,5 bis unter 70 Punkte: Pflegegrad 3
  • 70 bis unter 90 Punkte: Pflegegrad 4
  • 90 bis 100 Punkte: Pflegegrad 5

Praxis-Tipps für Angehörige und Betroffene

1) Alltag dokumentieren

Führe ein kurzes Pflegetagebuch über mindestens 1–2 Wochen. Notiere Hilfe bei Körperpflege, Ernährung, Medikamenten, Orientierung und nächtlichem Unterstützungsbedarf. Das hilft bei der Vorbereitung auf die Begutachtung.

2) Konkrete Beispiele sammeln

Statt allgemein „braucht Hilfe“ lieber konkret benennen: „Benötigt täglich Unterstützung beim Duschen und Ankleiden“ oder „verwechselt regelmäßig Medikamente ohne Erinnerung“.

3) Keine „guten Tage“ überbewerten

Entscheidend ist der übliche Unterstützungsbedarf im Alltag, nicht ein einzelner besonders guter Tag.

4) Beratungsangebote nutzen

Pflegestützpunkte, Pflegekassen und Sozialverbände helfen bei Antragstellung, Widerspruch und Leistungsübersicht (Pflegesachleistungen, Pflegegeld, Entlastungsbetrag, Kurzzeitpflege u. a.).

Häufige Fragen (FAQ)

Ist der Rechner offiziell?

Nein. Der Rechner ist eine Orientierungshilfe. Verbindlich ist nur das Ergebnis der offiziellen Begutachtung.

Warum wird bei Modul 2 und 3 nur ein Wert gewertet?

Im Begutachtungsverfahren wird aus diesen beiden Bereichen der jeweils höhere Wert berücksichtigt, damit die stärkere Einschränkung angemessen berücksichtigt wird.

Kann sich ein Pflegegrad ändern?

Ja. Bei veränderter gesundheitlicher Situation kann eine Höherstufung oder Neubegutachtung beantragt werden.

Fazit

Ein guter Pflegegrad-Rechner unterstützt bei der ersten Einschätzung und bei der Vorbereitung auf den offiziellen Antrag. Für eine faire Bewertung sind präzise Angaben und eine realistische Darstellung des täglichen Hilfebedarfs entscheidend.